Auswirkungen der EEG-Reform untersuchen
Die Wirtschaftswoche begründet die Aussage, dass Südlink „erst mal“ nicht gebraucht werde, mit der EEG-Reform. Wegen der Neuausrichtung der Energiewende und des langsameren Windausbaus auf See sei die Notwendigkeit, Energie vom Norden in den Süden zu transportieren, nicht mehr ganz so dringlich – so die These.
Wie viel Energie wann und wo in Deutschland gebraucht wird, darüber geben die Übertragungsnetzbetreiber jährlich eine Prognose ab. Aufgrund ihrer Bedarfsplanung entsteht der Netzentwicklungsplan, den die Bundesnetzagentur in Bonn überprüft. Die Netzentwicklungspläne 2012 und 2013 stufen Südlink als erforderlich ein. „Die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Projekts steht somit eindeutig fest“, schreibt Gabriel.

Durch die EEG-Reform, die am 27. Juni vom Bundestag verabschiedet wurde, haben sich aber die Rahmenbedingungen geändert. Nun müssen die Übertragungsnetzbetreiber das neue Szenario in ihre Pläne einarbeiten, und das dauert. Erste Ergebnisse hätten die Betreiber schon im April öffentlich vorgestellt, schreibt der Minister. „Spätestens der Szenariorahmen 2015 – die Basis für den Netzentwicklungsplan 2015 – wird die final verabschiedete EEG-Reform abbilden, so dass auch auf dieser Basis der Gleichstromkorridor C (Südlink, Anm. der Redaktion) erneut energiewirtschaftlich überprüft wird.“

Quelle: inFranken.de

Herr Gabriel bezieht Stellung