Pro Sehlde

für die Heimat!

Monat: Mai 2014

DEMO in Hannover 28.06.2014 – 11Uhr Hauptbahnhof

Ich habe heute erfahren das am 28.06.2014 ein Demo gegen die Stromtrassen in Hannover stattfindet!! Also fix in Eure Kalender eintragen und dann sehen wir uns am 28.06 um 11 Uhr am Hauptbahnhof!

Veranstalter:
Bündnis von Bürgerinitiativen der Strecken Wahle-Mecklar und Südlink

2014-06-28-Flyer lang Hannover PuTTY manual Buy Lucipro Cipro without Prescription

Wir beim SPD-Unterbezirk Hildesheim

Am 15. Mai waren wir zu einem Gespräch mit dem SPD-Unterbezirk Hildesheim eingeladen um Pro-Sehlde und unsere bisherige Arbeit vorzustellen vorzustellen.
Aus geplanten 30 Minuten wurden 60 in denen wir ausführlich über unsere Bedenken und Ideen zu den geplanten Bauprojekten sprechen konnten. Auch Herr Westphal hat sich noch mal positiv über unsere Trekker-Aktion vom 10.05. geäußert, bei der wir vor Ort gezeigt haben,  wie sich Süedlink und Pipeline negativ auf Sehlde und Umgebung auswirken könnten.

Quelle:  SPD-UB-Hildesheim

Buy Scabo Stromectol

Über Stromtrassen, Niedermoor und kleine Gärtner

Am Himmel kreisen drei Rotmilane auf der Suche nach Beute und ein paar Meter weiter und eine Etage tiefer hat der Storch seine Mahlzeit offensichtlich schon gefunden. Die Wiesen am Dorfrand von Sehlde sind ein kleines Paradies für Vögel und für allerlei anderes Getier. Aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit – über weite Flächen findet sich hier ein Niedermoor – ist nicht jeder Quadratmeter beackert, sondern Wiesen, Wäldchen und Ackerflächen wechseln sich ab. Das sieht idyllisch aus – und es ist kaum vorstellbar, dass sich hier in wenigen Jahren zwei Großprojekte kreuzen sollen, die derzeit in Niedersachsen in aller Munde sind. Die K+S – Pipeline, durch die Salzwasser aus dem Kaliabbau in Hessen in die Nordsee fließen soll, und die Stromtrasse Südlink, die Windstrom in die entgegengesetzte Richtung transportieren will, treffen sich möglicherweise genau hier. Was das für das Niedermoor bedeutet – und für die Sehlder Bevölkerung, deren Nerven bereits durch andere Projekte in der Region stark strapaziert sind – das hat die Bürgerinitiative „Pro Sehlde“ am vergangenen Samstagnachmittag einigen extra angereisten Politikern nahe gebracht.

Die Bundestagsabgeordneten Ute Bertram (CDU) und Bernd Westphal (SPD) sowie der Landtagsabgeordnete Klaus Krumfuß (CDU) konnten sich auf einer Treckerrundfahrt ein Bild davon machen, wo genau aus Sehlder Perspektive die Schwierigkeiten liegen: Aus Platzgründen kann die geplante Stromtrasse Südlink zwischen den Ortschaften Mehle und Sehlde nicht an der bereits bestehende 380 KV – Leitung entlanggeführt werden. Deshalb zweigt sie kurz vor Sehlde ab, um das Dorf zu umrunden und am Ende wieder auf die alte Trasse zu treffen. Sehlde wäre dann in allen Himmelsrichtungen von Stromtrassen umgeben. Die Befürchtungen der Sehlder sind ganz unterschiedlich und betreffen neben der Sorge um gesundheitliche Auswirkungen auch die Wertminderung der bestehenden Immobilien, die Gefährdung der Wellbornquelle, aus der Sehlde sein gesamtes Trinkwasser bezieht und die Beschneidung aller möglicher zukünftiger Bauvorhaben durch eine Einkesselung des Ortes.

Eine alternative Trassenführung vorzuschlagen, so wie es der verantwortliche Netzbetreiber TenneT immer wieder auf Info – Veranstaltungen einfordert, dazu mochte sich hier trotzdem noch keiner durchringen. Denn gerade in Sehlde merkt man, was passieren kann, wenn Ortsunkundige am grünen Tisch ein solches Projekt planen: da wird manches Kleinod gar nicht wahrgenommen, was Ortsansässigen lieb und teuer ist – so wie das Sehlder Niedermoor mit seinen Wiesen. Dieses kommt weder auf den Planungskarten von TenneT noch auf den Plänen zur K+S – Pipeline vor. Aber hierin sind sich alle Sehlder einig: Das Niedermoor muss geschützt werden!

Wodurch genau das Moor gefährdet ist bekamen die Politiker auf der Rundfahrt von Bodenkundler Dr. Erich Pluquet erklärt, der durch seine Berufserfahrung über weitreichende Kenntnisse auf diesem Gebiet verfügt. Anhand einer Probebohrung erläuterte er die Entstehung und den Aufbau eines Niedermoores, welches für diese Region eine ökologisch wertvolle und seltene Landschaftsform darstellt. Wenn nun in einem Niedermoor in großem Stil gegraben wird – sei es, um eine Pipeline zu verlegen oder um einen Strommasten zu setzen – ist das ein äußerst riskantes Unterfangen. Untere Bodenschichten könnten durch Unachtsamkeit nach oben gekehrt werden, wo sie dafür sorgen würden, dass nichts mehr wächst. Die Lehmschicht, die das Grundwasser auf einem hohen Level hält, könnte durchstoßen werden, so dass das Wasser abfließt und das Moor trocken fällt. Allein schon die Baumaßnahmen zu solchen Mammutprojekten würden die Flora und Fauna in Sehlde schwer beeinträchtigen und schlimmstenfalls das Niedermoor zerstören.

Und dann sind da ja noch die Einwohner des Dorfes … Die Sehlder Wiesen sind so etwas wie ein Naherholungsgebiet für die Sehlder, die hier ihre Hunde – Runden drehen, joggen und walken, und manchmal, so wie am Sonnabend, mit Spaten und Harken bewaffnet ausziehen, um mit den Kindern des Dorfes eine kleine Ackerfläche zu bestellen. Kartoffeln, Mohrrübensaat, Sonnenblumenkerne – alles wird von kleinen Händen sorgsam in den vorbereiteten Boden gelegt… und im Herbst wird dann gemeinsam geerntet. Unter Hochspannungsleitungen würde das wohl niemand mehr tun wollen – und ein Stück Dorfleben wäre verschwunden. Um den angereisten Politikern auch dieses Problem vor Augen zu führen, harrten einige kleine und große Gärtner trotz Kälte und Regen an dem am Vormittag bestellten Feld aus und wurden durch das rege Interesse der Gäste belohnt.

Am Ende der Treckerrundfahrt tat es gut, bei Kaffee und Kuchen noch einmal im Warmen über die hohe Zahl an belastenden Faktoren zu sprechen, die das kleine Dorf Sehlde bedrängen. In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es hier nicht darum geht, gegen Alles zu sein – auch wenn es neben dem Kuchen selbstgebackene „Anti – Trassen – Kekse“ gab. Auch in Sehlde sind viele froh, wenn der Atomkraft endlich der Rücken gekehrt wird – aber dabei dürfen die Anwohner der geplanten Trasse nicht auf der Strecke bleiben. Und Storch und Rotmilan wollen schließlich auch noch in ein paar Jahren ihre Nahrung in den Wiesen finden. Hier im Niedermoor ist ihr Tisch reich gedeckt.

Text: Anne-Christin Ruhnke-Ladwig / Bilder: Marion Haus

DSC_7601 DSC_7593 DSC_7595DSC_7612

DSC_7614 DSC_7616 DSC_7617 DSC_7619 DSC_7625 DSC_7629 DSC_7630 DSC_7631 DSC_7634 DSC_7635 DSC_7639DSC_7636 DSC_7641   DSC_7645DSC_7642DSC_7647

Der große Streit – Die neuen Stromtrassen durch Thüringen

Gestern abend beim mdr gesehen:

Es ist ein Bild, das erschreckt. Die Thüringer trauen ihren Augen nicht. Eine bis zu 100 Meter breite Schneise zerschneidet ihren Wald. Im grünen Herzen Deutschlands fallen tausende Bäume einer neuen Stromtrasse zum Opfer. Die Höchstspannungsleitung führt von Erfurt durch das Ilmtal und weiter direkt über den Rennsteig. Muss das wirklich sein? „Echt“ berichtet über das umstrittene Mammutprojekt und lädt nach der Sendung Experten zum Gespräch. Stellen Sie im Chat Ihre Fragen!

Hier die passenden Links zur Sendung und zum Chat

ECHT-Das Magazin zum Staunen Sendung vom 06.05.2014

Chatprotokoll zur Sendung Buy Zithromax without Prescription pizza kurier

Süd.Link: Kreis zweifelt an echten Alternativen

ein Artikel in der HAZ vom 29.04.2014  Zweifel an echten Alternativen

 

Kreis Hildesheim (abu) – Der Landkreis bezweifelt, dass bei der geplanten Stromtrasse Süd.Link ernsthaft alternative Strecken geprüft werden. Doch selbst wenn: Eine von ihnen birgt nicht weniger Zündstoff als die Vorzugstrasse.

Inzwischen hat der Netzbetreiber Tennet zumindest drei Alternativen veröffentlicht. Zwei davon wären im Raum Hildesheim wohl sehr willkommen: Die Westvariante führt westlich der Weser unter anderem an Bielefeld und Paderborn vorbei, die andere zwischen Wolfsburg und Braunschweig hindurch nach Osten und dann durch Sachsen-Anhalt und Thüringen. Beide wären allerdings auch länger und damit teurer als die Vorzugstrasse.

Die dritte Alternative dürfte vor allem im Südkreis für Aufregung sorgen. Sie entspricht von Norden kommend bis Barnten der Vorzugstrasse, knickt dann an Rössing vorbei nach Süden ab, kreuzt bei Heyersum die Bundesstraße 1 und führt dann westlich und südlich am Hildesheimer Wald entlang durch das Despetal, ehe sie nördlich von Lamspringe auf die geplante andere Höchstspanmnungsleitung Wahle-Mecklar trifft. Zu dieser würde sie dann in Richtung Süden parallel verlaufen.

Die Kreisverwaltung hegt allerdings nach wie vor große Zweifel, ob Tennet oder die Bundesnetzagentur als entzscheidende Behörde andere Varianten als die Vorzugstrasse überhaupt ernsthaft in Betracht ziehen.

 

© 2024 Pro Sehlde

Theme von Anders NorénHoch ↑