Pro Sehlde

für die Heimat!

Postkarten unterwegs

324 Postkarten aus dem Stadtgebiet und Umgebung konnten wir gestern auf den Weg nach Berlin bringen, die nun den bereits von Einwohnern selbst verschickten Karten folgen.

Dafür und für die vielen Briefmarkenspenden ein ganz herzliches Dankeschön!!!!

Groß war die Beteiligung in Sorsum, Mehle und Sehlde. So wurden in Sorsum mit 47 knapp die Hälfte der dort verteilten Karten abgegeben. In Mehle unterstützen 100 Einwohner und in Sehlde 113 Einwohner die Aktion! Der Rest der Karten verteilt sich auf Esbeck, Elze und auf  „Nicht-Stadtgebietlern“ aus Eime, Dötzum Nordstemmen, Salzhemmendorf, Hoyershausen, Hildesheim, Deilmissen, Gronau und Banteln.

 

 

 

 

Komm mach mit!

Wie kann ich mitmachen?
An verschiedenen Stellen in und um Elze werden ab dem 16. März Postkarten mit dem Motiv »Viele Grüße vom Widerstand gegen die Monstertrasse Sued.Link durch unser Stadtgebiet« verteilt. Diese sind bereits auf der Rückseite mit einer Botschaft an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel versehen.

Karten und Sammelboxen sind hier zu finden:

Elze: Rathaus – Automobiles – Fleischerei Kasten
Mehle: Bäckerei Freimann – Post  (Butzlaff)
Sehlde: Schützenhaus sowie direkte Verteilung. Abgabe: M. Haus Schafsweide 22 – E. Schilling Wellbornstrasse – A. Ladwig-Ruhnke Bäkebrink 1
Sorsum: direkte Verteilung. Abgabe: A. Wille Wittenburgerstr. 26

Verteile die Postkarten an eure Freunde, Eltern, Verwandte, Nachbarn und Kollegen – an alle – , die ihre Meinung über die geplanten Stromtrasse Sigmar Gabriel mitteilen wollen. Wir alle sind vom Sued.Link betroffen, egal in welcher Form!!!
Unterschreibe die Postkarte und werfe sie, ebenso wie die Postkarten deiner Bekannten, Verwandten und Freunde, in die dafür vorgesehene Kiste. Über Unterstützung anhand von Briefmarken freuen wir uns immer, ist aber keine Pflicht.

Was steht denn auf der Rückseite?

Die Stromtrasse betrifft uns alle, unser gesamtes Stadtgebiet: Fauna & Flora die unnötig bedroht wird, Belastung durch Überbündelung, Angst vor eventuell Gesundheitlichen Risiken.
Jeder kann sich an der Aktion beteiligen – nicht nur „direkt Betroffene“

Die Postkarten werden am Samstag, den 28. März von uns zur Post gebracht.

 

Erdkabelkonferenz Kassel

Am Dienstg, den 24.02. fand eine Fachkonferenz in Kassel mit dem Thema: Technische und wirtschaftlichen Fragen zum Einsatz von Erdkabeln bei HGÜ-Infrastrukturvorhaben statt.

Dazu ein Artikel von Herrn Christian Althoff aus dem Westfalen-Blatt:

Südlinkkonferenz

Bundesnetzagentur fordert Überarbeitung

…Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO hat am 12. Dezember 2014
die Bundesfachplanung für das Vorhaben 4 des Bundesbedarfsplangesetzes (SuedLink) beantragt.
Die Bundesnetzagentur hat diesen Antrag sehr sorgfältig unter rechtlichen und fachlichen Gesichtspunkten geprüft und den Vorhabenträger auf noch notwendige Überarbeitungen hingewiesen…
…Die Antragskonferenzen können erst nach der Überarbeitung des Antrags durchgeführt werden. Dies ist für den Sommer 2015 zu erwarten. Im Bundesfachplanungsverfahren wird daraufhin ein Trassenkorridor festgelegt…
Quelle: Bundesnetzagentur

Die Erläuterungen zum Überarbeitungsbedarf könnt Ihr HIER (PDF) nachlesen

Jahreshauptversammlung

Einspruch SuedLink Tipps

Liebe Pro – Sehlder,

vor den Weihnachtstagen habt ihr ja schon mal eine Mail von uns bekommen mit der Bitte, bei der Bundesnetzagentur Einspruch gegen die Stromtrasse SuedLink einzulegen. Auf einige Nachfragen kommen hier noch ein paar Info’s, worum es eigentlich – und ein Beispiel, wie so ein Einspruch aussehen kann.

Worum geht es?

Nach der ersten Bekanntgabe der Trassenführung durch die Firma Tennet gab es einige Bürgerbefragungen („Projektdialog“), nach denen der 1. Vorschlag überarbeitet wurde. Es wurden verschiedene Alternativen in die Planung aufgenommen und eine neue bevorzugte Variante herausgearbeitet.

Ursprünglicher Vorschlag zur Trassenführung:       Neue bevorzugte Variante:

                                

Die dicke Linie auf dem 2. Bild ist der bevorzugte Trassenkorridor, die dünneren Linien zeigen mögliche Varianten auf. Sehlde ist anscheinend nicht mehr direkt an der von Tennet bevorzugten Trasse, aber dennoch von einigen Alternativen betroffen. Und auch der ursprüngliche Vorschlag ist noch nicht vom Tisch! Die folgende Beschreibung der Alternativen bezieht sich immer auf den ursprünglichen Vorschlag! Die kursiv gedruckten Zitate sowie die Kartenausschnitte sind aus dem Antragsformular, das Tennet bei der Bundesnetzagentur eingereicht hat.

Alternativvorschlag 104 und 105: „Die eingebrachte Alternative zum Trassenkorridorvorschlag verläuft bei Giften zunächst in südliche Richtung vorbei an Rössing, Heyersum und Betheln. Bei Sehlde stößt die Alternative wieder auf den Trassenkorridorvorschlag.“ Im Vorschlag 105 gibt es teilweise Erdverkabelung, was Sehlde aber nicht betrifft. Trassenvorschlag 104 ist laut Tennet etwas besser geeignet als der ursprüngliche Vorschlag, Alternative 105 ist „gleichschlecht“.

      

Alternativvorschlag 106 ist ein Teil der neuen bevorzugten Variant (s.o.; Bild 2) – Trasse geht durch den Osterwald.

Alternativvorschlag 107: Trasse liegt zwischen Mehle und dem Osterwald und es gibt im späteren Trassenverlauf einen Teil Erdverkabelung. Alternative 106 und 107 haben laut Tennet eine etwas bessere Eignung als die zuerst vorgeschlagene Trassenführung – deshalb ist es jetzt wahrscheinlich auch die Vorzugsvariante.

Alternativvorschlag 108: „Die eingebrachte Alternative zum Trassenkorridorvorschlag umgeht Sehlde im Westen. Dabei wird fast über den gesamten Abschnitt auf den Verlauf der vorhandenen Freileitung zurückgegriffen. Eine Realisierung ist in diesem Bereich jedoch nur als Erdkabelteilabschnitt möglich. Bei Benstorf-Quanthof stößt der Alternativvorschlag wieder auf den Trassenkorridorvorschlag.“

Von der Eignung her beurteil Tennet beide auf dem Bild gezeigt Varianten als gleichwertig („mittlere Eignung“ – besser wäre aus deren Perspektive nur „hohe Eignung“) – da die Variante der Erdverkabelung laut Tennet wesentlich teurer ist, ist es unwahrscheinlich, dass es zu dieser Variante kommen wird.

Alternativvorschlag 109: „Die eingebrachte Alternative zum Trassenkorridorvorschlag verläuft durchgehend ungebündelt zwischen Sehlde und Salzhemmendorf in westliche Richtung.“ Laut Tennet weist dieser Vorschlag eine geringe Eignung auf.

Wo stehen wir im Antragsverfahren?

 

Wir befinden uns in der Bundesfachplanung. Dazu schreibt die Bundesnetzagentur:

 

„Zunächst schlägt der zuständige Netzbetreiber einen Korridorverlauf vor. In seinem Antrag muss er zudem auch mögliche Alternativen darlegen. Bei der Auswahl des Korridors spielen nicht nur technische und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle, sondern auch Mensch, Natur und Landschaftsbild.

… Die Verantwortung für Höchstspannungsleitungen, die durch mehrere Bundesländer oder ins Ausland führen sollen, liegt dagegen grundsätzlich bei der Bundesnetzagentur. Das Verfahren, das das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) hierfür vorsieht, heißt Bundesfachplanung. Es soll mit einem bundesweit einheitlichen Vorgehen die Planung der benötigten Leitungen beschleunigen.

Erste Aufgabe der Bundesnetzagentur in der Bundesfachplanung ist das Ausrichten einer öffentlichen Antragskonferenz. Hierzu lädt sie Vereinigungen und die Träger öffentlicher Belange ein. Darüber hinaus darf jeder interessierte Bürger teilnehmen. Bei der Konferenz werden Informationen zur Umwelt- und Raumverträglichkeit des Vorzugskorridors und dessen Alternativen gesammelt. Im Austausch mit den Behörden, Vereinigungen und der Öffentlichkeit sollen die Anforderungen an die Planung möglichst frühzeitig geklärt werden. Im Ergebnis legt die Bundesnetzagentur nach der Antragskonferenz im Untersuchungsrahmen fest, welche Unterlagen und Gutachten der Übertragungsnetzbetreiber noch vorlegen muss.

… Bei längeren Abschnitten oder bei längeren Vorhaben beabsichtigt die Bundesnetzagentur, mehrere Antragskonferenzen durchzuführen.

Umweltbericht für jedes Vorhaben

Im Rahmen der Bundesfachplanung gibt es eine erneute Strategische Umweltprüfung. Sie ist unabhängig von der Strategischen Umweltprüfung im Rahmen des Bundesbedarfsplans. Da nun ein konkreter Trassenkorridor betrachtet wird, können die Umweltauswirkungen erstmals detailliert für den betroffenen Raum untersucht werden.

Das Ergebnis der Strategischen Umweltprüfung – den vorhabenbezogenen Umweltbericht – legt die Bundesnetzagentur zusammen mit den kompletten Antragsunterlagen öffentlich aus. Hierzu kann jeder Stellung nehmen. Die Bundesnetzagentur prüft alle eingehenden Stellungnahmen und erörtert sie bei einer Veranstaltung mit den Einwendern, Behörden, Vereinigungen und dem Vorhabenträger.

Den Abschluss der Bundesfachplanung bildet die Entscheidung der Bundesnetzagentur für einen konkreten Trassenkorridor. Die Behörde wägt dafür alle vorgebrachten Argumente ab. Ziel ist ein technisch und ökonomisch sinnvoller Korridor, mit dem gleichzeitig die negativen Folgen für Mensch und Umwelt so gering wie möglich bleiben.

Die in der Bundesfachplanung festgelegten Trassenkorridore sind verbindlich für die anschließende Planfeststellung und werden nachrichtlich in den Bundesnetzplan aufgenommen.“

 

Das heißt:

Der Ball ist jetzt nicht mehr bei Tennet sondern bei der Bundesnetzagentur.

Jede eingereichte Stellungnahme wird von der Bundesnetzagentur geprüft – deshalb ist es wichtig, dass möglichste viele von uns eine Stellungnahme einreichen, damit die Sehlder Belange mehr Gewicht bekommen.

Nur wer jetzt Einwände erhebt, wird im späteren Verfahren gehört!!!

Auch wer bereits bei Tennet Einspruch erhoben hat muss jetzt nochmal bei der Bundesnetzagentur Einspruch einlegen, weil beide Parteien unabhängig voneinander arbeiten (sollten).

 

Wie kann so ein Einspruch aussehen?

Wer Unterstützung beim Verfassen des Einspruchs braucht, keinen Rechner/Drucker zur Verfügung hat oder andere Fragen, kann sich gerne per Mail an Marion Haus wenden (teamprosehlde(ät)gmail.com oder telefonisch bei Anne Ruhnke-Ladwig melden.

Mitglieder von Pro Sehlde können ihre Einsprüche gerne bei uns abgeben (M. Haus – Schafsweide 22; A. Ruhnke-Ladwig – Bäkebrink 1); wir schicken sie per Einschreiben an die Bundesnetzagentur. Bitte gebt uns die Einsprüche spätestens zur Jahreshauptversammlung!!!!

 

Bitte Vormerken: Jahreshauptversammlung 12. Februar 19.30 Schützenhaus

(Einladung folgt)

 

Herzliche Grüße, Eure BI „Pro Sehlde“

Quelle: Bilder TenneT / Text: Bundesnetzagentur

 

Leitfaden Einspruchs

 

 

 

 

 

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

Wir wünschen Euch frohe Festtage, Zeit zur Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge und viele Lichtblicke im kommenden Jahr.

„Lichtermeer“ Montag den 15.12 18 Uhr am Feuerwehrhaus Sehlde

 

 

TenneT reicht Antrag ein

Liebe Sehlder, Mehler, Esbecker, Sorsumer, Wülfinger, Wittenburger, Elzer, Eimer und Gronauer!

Liebe Barntener, Giftner, Nordstemmer und Adenser!

Liebe Bürgermeister und Kommunalpolitiker!

 

Es ist so weit der Antrag §6 nach NABEG auf Bundesfachplanung für das Vorhaben Nr. 4 „Höchstspannungsleitung Wilster – Grafenrheinfeld“ (SuedLink) des Bundesbedarfsplanes wurde bei der Bundesnetzagentur einreicht.

Eine überarbeitete Version des Antrag findet ihr hier

In den nächsten Wochen wird die Bundesnetzagentur den Antrag umfassend prüfen und bewerten. Im Anschluss an dieses Prüfverfahren und nach Klärung aller offener Fragen wird die Bundesnetzagentur Antragskonferenzen ausrichten und damit weitere Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger und Träger öffentlicher Belange schaffen, um Anmerkungen und Alternativen in die Planung miteinfließen lassen zu können.

Nun liegt es an uns allen der Bundesnetzagentur begreiflich zu machen warum unsere Region für den Verlauf der Stromtrasse SuedLink ungeeignet ist.

Warum beim Netzausbau gesundheitliche Aspekte in der Abwägung stärker gewichtet sein sollten als Wirtschaftlichen Aspekten!

Warum, wenn der SuedLink gebaut werden muss, vermehrt Erdkabel eingesetzt werden sollten, auch wenn der Strom dadurch teurer wird!

Warum Überlastung einer Region mit Infrastruktur vermieden werden sollte!

Warum intensive Wirkungsweisen und möglichen Gesundheitsrisiken von elektromagnetischen Feldern nicht an uns getestet werden sollen.

Warum Artenvielfalt und landschaftlicher Erholungswert so wie Werterhalt von Grundstücken Vorrang haben sollten

Schreibt Eure individuellen Widersprüche an die Bundesnetzagentur.

Nutzt diese Möglichkeit, denn nur wer seine Stimme benutzt kann auch Gehör finden.

Bei Fragen stehe ich Euch  zur Verfügung teamprosehlde@gmail.com

Ansprechpartner: Marion Haus

Individueller Widerspruch von uns allen!

Wie auch andere BI´s werden wir weiterhin auf das St. Florian Prinzip (Prinzip des Handelns nach dem egoistischen Grundsatz, etwas Unangenehmes o. Ä. von sich selbst wegzuschieben, ungeachtet dessen, dass dann andere davon betroffen werden) verzichten, da wir der Meinung sind dass 70 Meter Strommasten weder nördlich noch südlich von Sehlde zu akzeptieren sind!

Was können wir stattdessen machen?

Sobald der bereits veröffentliche Antrag § 6 NABEG von TenneT offiziell bei der Bundesnetzagentur eingereicht wird, können wir individuelle Widersprüche einlegen. (Termin ist noch nicht bekannt)

Jeder sollte diese Möglichkeit nutzen seine Einwende einzubringen. Wer dazu ein paar Tipps, Argument oder einen Leitfaden haben möchte darf sich gerne unter teamprosehlde(at)gmail.com melden.

 

 

 

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